Wie bereits verschiedentlich kommuniziert, hat die EGL im November 2006 mit der National Iranian Gas Export Company (NIGEC) eine langfristige Bezugsvereinbarung für Erdgas abgeschlossen und damit ihr Beschaffungsportfolio erweitert. Seither sind alle notwendigen Details der damals unterzeichneten Vereinbarung ausgearbeitet worden. Heute nun konnte das definitive Vertragswerk („Gas Sales and Purchase Agreement") in Teheran unterschrieben werden. Neben Vertretern der NIGEC und des EGL Managements war dabei auch eine Delegation des Schweizer Aussenministeriums anwesend.
Der Liefervertrag mit der NIGEC hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Zum einen erlaubt er es der EGL, ihre 50 Prozent der Kapazität der Trans Adriatic Pipeline (TAP), die sie in Partnerschaft mit Statoil-Hydro ASA plant, nachhaltig mit Erdgas zu befüllen. Zum anderen trägt er zur langfristigen Versorgungssicherheit in Italien und der Schweiz sowie zu einer Diversifizierung der Versorgung Europas mit Erdgas bei.
Eine erste Teillieferung von Erdgas durch die NIGEC kann – das Vorliegen der notwendigen Transitrechte vorausgesetzt – bereits 2009 erfolgen. Weitere Lieferungen sind ab 2012 geplant, wenn die TAP voraussichtlich in Betrieb genommen wird. In dieser zweiten Phase des Kontraktes wird die gesamte Liefermenge der NIGEC jährlich 5.5 Mrd. m3 Erdgas betragen.
Dieses Erdgas wird zu mehr als der Hälfte in den von der EGL in Italien betriebenen Gas-Kombikraftwerken eingesetzt werden. Weiter wird es den Ausbau des Gaskunden-Portfolios der EGL in Italien ermöglichen. Schliesslich sind auch Vermarktungsaktivitäten in der Schweiz vorgesehen.
Joachim Conrad, Mitglied der EGL Geschäftsleitung und Leiter des Geschäftsbereiches Gas, wertet den Vertragsabschluss mit der NIGEC als weiteren strategischen Meilenstein für das Erdgasgeschäft der EGL. „Iranisches Erdgas ist zwingend notwendig für die Öffnung des vierten Korridors für Erdgaslieferungen nach Europa", so Conrad. "Dieser Korridor wird eine diversifizierte und sichere Versorgung Europas sicherstellen, das in naher Zukunft neue Erdgasquellen erschliessen muss. Die EGL hat heute einen entscheidenden Beitrag hierzu geleistet.“
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