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EGL verkauft Anteile an NorGer-Projekt

Dietikon,  Freitag, 26. August 2011

Die EGL sieht die Voraussetzungen für eine langfristige, wirtschaftlich interessante Beteiligungung am Seekabel-Projekt NorGer zwischen Norwegen und Deutschland als nicht weiter gegeben. Sie hat ihren 16.67-Prozent-Anteil daher an den Mehrheitseigner, den norwegischen Übertragungsnetzbetreiber Statnett, verkauft.

Die aktuellen Umstände erlauben der EGL aus heutiger Sicht keine langfristige, wirtschaftlich interessante Beteiligung am Projekt NorGer zum Bau eines Seekabels zwischen Norwegen und Deutschland. Darum hat die EGL ihren 16.67-Prozent-Anteil am Projekt an den norwegischen Übertragungs-netzbetreiber Statnett verkauft. Zeitgleich haben auch die beiden anderen Minderheitspartner Adger Energi und Lyse ihre Anteile an Statnett veräussert, die nun alleinige Besitzerin des Projektes ist.

Zum Entscheid der EGL haben Entwicklungen im regulatorischen Umfeld geführt. Obschon die deutsche Bundesnetzagentur den Antrag von NorGer auf Freistellung bezüglich der Verwendung der Einnahmen aus dem Engpassmanagement genehmigt hatte, kam die EU-Kommission in dieser Frage im Frühling 2011 zu einer negativen Einschätzung. Das Geschäftsmodell von NorGer als reines Handelskabel ist dadurch grundlegend in Frage gestellt.

Darüber hinaus gibt es laut einer aktuellen, von Stattnet durchgeführten Studie Engpässe in der Netzkapazität in Südnorwegen. Diese führen zu Verzögerungen bei der Realisierung verschiedener geplanter Seekabel. Es ist schwer abzuschätzen, welche Priorität das Projekt NorGer in Norwegen künftig haben wird.

Die EGL ist trotz ihres Rückzugs aus dem Projekt weiterhin von NorGer als idealem Korridor zwischen Deutschland und Norwegen überzeugt. Das von ihr mit Partnern 2006 gestartete Vorhaben stiess allseits auf grosses Interesse und erfuhr vor allem in Deutschland starke Unterstützung. Zudem ist das NorGer-Seekabel nach Jahren der Entwicklungsarbeit im Genehmigungsprozess weit fortgeschritten.


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